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WIEHL – DANK EINES MILLIONENBESCHEIDS DER EU UND DER UNTERSTÜTZUNG DER ERZQUELL-BRAUEREI ENTSTEHT MULTIFUNKTIONSARENA

Wiehl – Dank eines Millionenbescheids der EU und der Unterstützung der Erzquell-Brauerei wird im Sommer eine neue Multifunktionsarena entstehen. In der 10,9 Millionen Euro teuren Halle sollen künftig 4.000 Zuschauer Platz finden.
Diese Nachricht elektrisierte die Verantwortlichen im Wiehler Rathaus. In einem unauffälligen Brief traf sie ein. Völlig unscheinbar und lediglich der Stempel auf dem Couvert deutete auf den Absender des Schreibens hin, das letzte Woche Freitag das Wiehler Rathaus erreichte. Der Adressat war bereits dabei, seine Koffer für den anstehenden Osterurlaub zu packen, den er jedoch in Anbetracht der beinhaltenden Nachricht kurzzeitig verschob. „Bei solchen Neuigkeiten kann ich nicht an der Nordsee entspannen, sondern will die Sache schnell in trockenen Tüchern haben“, drückt Bürgermeister Werner Becker-Blonigen aufs Tempo.
[Bürgermeister Werner Becker-Blonigen kann schon bald den Spatenstich für die Halle setzen.]

Selten waren Nachrichten aus Düsseldorf in den vergangenen Wochen für eine oberbergische Kommune erfreulich. Umso überraschter war der Rathauschef, als er den Inhalt des Briefes las: „Ein Sonderfonds der EU hat ermittelt, dass wir zu einer der drei Kommunen in Nordrhein-Westfalen gehören, die am sparsamsten mit Steuergeldern umgehen“, so Becker-Blonigen. Darum erhalte die Stadt einen Bescheid in Höhe von sechs Millionen Euro an EU-Zuwendungen, die sie zielgerichtet für Projekte einsetzen könne, die die Verwaltung für wichtig erachte. „Wir hatten schon immer den Traum einer eigenen Veranstaltungsarena mit mehreren tausend Sitzplätzen, da die Wiehltalhalle seit längerem für größere Events nicht mehr ausreicht.“ Allerdings habe er, so Becker-Blonigen, frühestens in 2015 damit gerechnet, die Modellpläne, die schon seit einigen Jahren in den Schubladen lägen, verwirklichen zu können.

Dass die Bagger jetzt zeitnah rollen können, hat die Stadt zu einem großen Teil aber auch der Erzquell-Brauerei in Bielstein zu verdanken. Diese beteiligt sich mit zwei Millionen Euro an dem Bau und sicherte sich zugleich die Namensrechte der neuen Halle. „Diese einmalige Chance für die Stadt und die Region unterstützen wir selbstverständlich. Die ‚Zunft-Kölsch-Arena‘ wird das neue Aushängeschild für das Oberbergische Land und wir sind stolz darauf, ein Teil dieses Gesamtprojekts zu sein“, freut sich auch Brauerei-Sprecher Oliver Pack über die Planungen.

[Bild von © visualtektur. – www.fotolia.de — Lichtdurchflutet präsentiert sich die Eingangshalle der neuen „Zunft-Kölsch“ Arena.]

Rund 4.000 Zuschauer finden zukünftig in der Zunft-Kölsch Arena Platz, die insgesamt 10,9 Millionen Euro kosten wird und auf einer Wiesenfläche in Bomig entstehen soll. Die noch ausstehende Summe soll durch weitere lokale und regionale Partner aufgebracht werden. Der Bürgermeister zeigte sich zuversichtlich, auch hier bald Vollzug vermelden zu können: „Das Projekt steht auf grundsoliden Füßen. Die Bagger können kommen, das Geld haben wir.“

Im sportlichen Sektor soll die Arena vor allem dem Handball eine Heimat bieten. Ob allerdings auch Bundesliga-Parteien künftig dort bestritten werden, ist derzeit unklar. Entsprechende Gespräche seien noch nicht geführt worden, aber man sei offen für alles, heißt es aus dem Wiehler Rathaus. Weitere Ballsportarten wie Basket- oder auch Volleyball sollen ebenfalls eine neue Heimstätte finden. Interessant werden dürfte die Arena allerdings vor allem auch für Konzerte und größere Kulturveranstaltungen. „Wir wollen keine reine Sportanlage, sondern einen Eventplatz mit Höhepunkten über das ganze Jahr verteilt“, gibt Pack die klare Richtung vor. Da für den Schulsport zahlreiche weitere Hallen im Stadtgebiet zur Verfügung stehen, wird die neue Arena dafür weniger ausgelegt sein.

Ähnlich große Hallen würden regelmäßig Größen wie Michael Mittermaier oder auch Nena beherbergen. „Es wäre doch schön, wenn wir demnächst regelmäßig nach Bomig fahren können, um die Showgrößen zu treffen und nicht immer bis nach Köln“, hofft Becker-Blonigen. Ebenfalls kann sich Pack vorstellen, künftig entweder ein Winterkonzert in Richtung des „Brauerei Open Airs“ dort zu veranstalten oder bei schlechtem Wetter im Sommer dorthin auszuweichen. Der Baubeginn ist offiziell für Juli geplant, sodass voraussichtlich im Herbst 2011 der Ball fliegen oder die Musikstücke erklingen können. Becker-Blonigen, der nun morgen in seinen verdienten Urlaub fährt, zeigt sich zuversichtlich, dass der Zeitplan gehalten werden kann: „Es ist alles in trockenen Tüchern und in Wiehl wird sowieso eher wenig geredet und dafür umso schneller angepackt.“